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Am 26. April, nach vollbrachtem Tagewerk, machten sich 4 Sportskameraden auf den Weg nach Wernigerode im Harz, um ein paar Tage intensiv Rad zu fahren.
Als man am 27.in der angemieteten Ferienwohnung aufwachte rauschte und plätscherte es emsig. Es regnete, na toll!! Der Gedanke an eine schöne Ausfahrt musste wohl erst mal begraben werden. Aber es gab ja auch reichlich anderes zu tun. Ausreichend Grundnahrungsmittel, diverses Kartenmaterial und anderer Kram (Bier abgefüllt in Flaschen) musste besorgt werden. Und die mitgenommenen Räder sollten ja auch fachgerecht zusammengebaut werden.
An dieser Stelle möchten wir uns bei Rad-Freienwalde für das uneigennützig bereitgestellte Rennrad bedanken dass wir im Trainingslager ausgiebig testen durften. Danke Bernd und Deiner Crew!!
So hatte man sein "Tun" und der Regen störte nicht allzu sehr. Da Wernigerode auch ein Kleinod der deutschen Zimmererkunst ist und über viele Fachwerkbauten verfügt wurde sofort "Kultur" gemacht um das eine oder andere Meisterwerk der Hausbaukunst aus vergangenen Tagen zu begutachten.
Am späten Nachmittag konnte man dann noch mit dem Mountainbike auf Tour gehen und so bezwang man schnell mal den Brocken. Bei herrlichen Nebel und 0 Grad auf dem Brocken, machte das richtig Spaß. Zumal man als ortskundiger Bürger sofort die richtigen Wege findet um ans Ziel zu gelangen !??!
Am Abend noch ein großes "Hallo" als Falk als 5. in der Runde, eine Brockenbezwingung weniger in den Beinen, bei uns eintraf.
Er schaffte sofort das, was seine 4 Mitstreiter vor Ihm nicht geschafft hatten, nämlich die fürs "Diner" angerichteten, übrig gebliebenen, Nudeln zu verzehren.
So gestärkt ging es dann auch nächsten Tag gleich nach dem Frühstück mit dem Rennrad rund um den Brocken. Eigentlich macht uns eine 100 er Runde nicht soviel aus, aber angesichts der zurückgelegten Höhenmeter wussten wir das unsere "Schippe Kies" im Oderbruch nicht mit dem bergigen Land im Harz mithalten kann. ( Deswegen waren wir doch da!!!)
Am dritten Tag stand mal wider der Brocken an. Nach stundenlangen studieren des käuflich erworbenen Kartenmaterials war man sich diesmal sicher die richtigen Wege gefunden zu haben um eine schöne Mountainbiketour zu fahren. Aber schon der erste Hausberg ließ die Meute an den Fähigkeiten des Tourguides zweifeln und mürrisch nahm man die ungewohnten langen Steigungen in Angriff. Als man ab 700 Höhenmeter in einer 20 cm hohen Schneedecke versank und ein fahren unmöglich wurde war man mit dem Kartenleser sauer.
Im Nachhinein musste ich feststellen, dass Schnee, wirklich nicht auf der Karte eingetragen war. Jedenfalls standen wir bis zu den Knöcheln im Wasser überquerten einen schönen Gebirgsbach und dann war der Weg endlich frei für den Brocken.
Als man nach passieren des Brockens die "Plattenstrasse" (Relikt aus DDR Zeiten) runterknallen konnte passierten zwei merkwürdige Dinge. Zum einen verlor man eine Trinkflasche von einem "Leichtbauguru" aus dem Schwabenland die nicht hielt was der Hersteller verspricht und somit fachgerecht mit weiten Wurf entsorgt wurde, des weiteren bekam "Schubi" mit seinem Nigelnagel neuen Rad den zweiten Plattfuß.
Aber unter Mithilfe aller, konnte dieses Dilemma schnell beseitigt werden. Und schon ging es fröhlich zitternd vor Kälte weiter.
Da einer der 5 Kameraden nach der Kräftezehrenden Tour einen blau gefrorenen Zeh besaß, wurde einstimmig, ein Saunabesuch beschlossen. Da der Aufguss in der Sauna, auf dem Zeh des leidenden praktiziert wurde, konnte dieser ohne Beschwerden mit seinen Begleitern am nächsten Tag prima mit dem Rennrad durch das schöne bergige Land fahren.
Am Abreisetag fuhr man mit dem Rennrad von Wernigerode direkt zum Brocken hoch, schnell wieder runter, Klamotten gepackt und schon mussten wir leider nach Hause.
Das Fazit unserer Reise ist: Auch wenn nicht jeder jedes Loch zufahren konnte oder wollte waren wir uns auch in diesem Jahr wieder einig „ Trainingslager lohnen sich"!!!
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